Wüstenleguan - Dipsosaurus
dorsalis
-Beschreibung-
Bei Dipsosaurus dorsalis
handelt es sich um einen schlanken bis zu 40,5 cm großen Leguan. Die
KRL kann bis zu 15 cm betragen.
Die Grundfärbung besteht aus hellen Grau- und Brauntönen.
Aufgewärmte Exemplare zeigen eine fast weiße Grundfärbung. An den
Flanken der Tiere findet sich mitunter eine rötliche Zeichnung.
-Verbreitung-
Dipsosaurus dorsalis
ist in den Bundesstaaten Utah, Nevada, Arizona und
Kalifornien ( USA) sowie Sonora, Baja California und Sinaloa (Mexiko)
verbeitet.
-Terrarienhaltung-
Entsprechend ihres aktiven Verhaltens sollte den Tieren ein
großflächiges, gut strukturiertes Terrarium geboten werden.
Modellierte Rück- und Seitenwände werden von den Tiere
geschickt
beklettert und erhöhen die Aktionsfläche. Einige Steine, Wurzeln oder
Äste werden als Strukturelemente eingebracht. Wichtig ist es, den
Tieren
die Möglichkeit zu geben, sich ihre Wohnhöhlen selbst anzulegen (hohes
Sand-Lehmgemisch) oder für ein entsprechendes künstliches Gangsystem zu
sorgen.
Im Terrarium sollten tagsüber hohe
Temperaturen (30 °C -
40 °C)
vorherrschen, an lokalen Aufwärmplätzen sollten die Temperaturen
nochmals höher liegen ( bis 60 °C). Nachts können die Werte auf
Zimmertemperatur fallen.
Entsprechend dem Lebensraum ist eine leistungsstarke
Beleuchtung
notwendig. Ich habe gute Erfahrung
mit einer Kombination aus Halogenmetalldampflampen und
Leuchtstoffröhren gemacht.
Über die Wintermonate sollten die Wüstenleguane für 2-4 Monate
kühl überwintert
werden.
-Ernährung-
Dipsosaurus dorsalis
ist eine herbivore Echse. Die Nahrung besteht bei mir
hauptsächlich aus div. Wildkräutern (siehe auch Ernährung Chuckwallas).
Gelegentlich werden den Tieren auch Insekten angeboten, welche sehr
gierig, jedoch nicht besonders geschickt, gejagt werden.
-Nachzucht-
Einige Wochen nach der Überwinterung kommt es zu ersten Paarungen.
Die Weibchen legen normalerweise ein Gelege pro Jahr ab, in der
Terrarienhaltung können aber auch 2 Ablagen pro Jahr vorkommen. Nach
einer
Inkubationszeit von etwa 60-80 Tagen schlüpfen die
Jungtiere. Gefüttert werden die Jungtiere mit den gleichen Futter wie
die adulten Tiere, lediglich der tierische Nahrungsanteil wird erhöht..
-Besonderheiten/Anmerkungen-
Die Aufspaltung von
Dipsosaurus
dorsalis in mehrere Unterarten wurde revidiert.
Zur Gattung
Dipsosaurus
gehören nach (GRISMER 1999) die monotypischen Arten
D. dorsalis sowie
die nur auf der Insel Santa Catalina (Baja California, Mexiko)
vorkommende Art
D.
catalinensis.
zur Bildergalerie
-Literatur-
BURRÉ, G. (2002): Begegnungen mit Iguaniden im
Südwesten der USA - Iguana Rundschreiben 15 (2): 13-21.
GRISMER, L. LEE. (1999): An evolutionary classification of reptiles on
islands in the Gulf of California, México - Herpetologica 55 (4):
446-469.
KREUTZ, R. (2006): Bau und Betrieb eines Gewächshauses für die Haltung
von Echsen - Draco 7 (26): 79-83.
WERNING, H.; SCHERER, D. & BARKAM, L. (2003): Nachzucht des
Wüstenleguans
Dipsosaurus
dorsalis (BAIRD & GIRARD 1852) bis zur
F2-Generation - Salamandra 38 (4): 213-232 .
WÖLFEL, H.
-Ein ausführliches
Literaturverzeichnis ist bei WERNING et. al. (2003) und WÖLFEL zu
finden-