Felsenleguan - Petrosaurus thalassinus

 
-Beschreibung-
Die Gattung Petrosaurus besteht aus den 4 Arten P. mearnsi, P. repens, P. slevini und P. thalassinus. P. thalassinus kann eine GL von über 40 cm erreichen und ist somit die größte Art der Gattung. Männchen sind in der Regel etwas größer und kräftiger als Weibchen. Die Grundfärbung der Tiere besteht aus verschiedenen Grau- und Blautönen. Auf dem Rücken befindet sich eine schwarze Querbänderung sowie eine gelbe, bei manchen Exemplaren auch orange Zeichnung. Teile des Kopfes sind ebenfalls gelb gefärbt. Bei trächtigen Weibchen ist eine auffällige rote Einfärbung des Kopfes und des vorderen Körperdrittels zu erkennen.
Die Geschlechter können anhand der bei Männchen vergrößerten Postanalschuppen unterschieden werden. Adulte Männchen sind zudem größer und massiger als die Weibchen.

 -Verbreitung-
Petrosaurus thalassinus ist nur in Mexiko verbeitet. Hier bewohnt diese geschickt kletternde Leguanart größere Felsansammlungen auf der Halbinsel Baja California im Golf von Kalifornien.

-Terrarienhaltung-
Die Echsen können recht groß und massig werden, zudem klettern die Tiere viel im Terrarium umher, auch Sprünge bis über einen Meter Entfernung sind zu beobachten. Das Terrarium sollte neben einer dem Bewegungsdrang der Tiere angepassten Grundfläche auch nicht zu niedrig sein. Die Tiere halten sich die meiste Zeit des Tages an den gestalteten Rück- und Seitenwänden auf. Versteckplätze werden den Tieren durch kontrollierbare echte oder künstliche Felsspalten geboten. Wurzeln, Äste und Steinaufbauten bieten den Tieren weitere Kletter- und Versteckmöglichkeiten.
Im Terrarium sollten hohe Tagestemperaturen (25 °C - 40 °C) vorherrschen, zusätzlich müssen lokale Aufwärmplätze angeboten werden, an denen die Leguane sich auf ihre Vorzugstemperatur aufwärmen können.
Entsprechend dem Lebensraum ist eine leistungsstarke Beleuchtung notwendig. Ich habe gute Erfahrung mit einer Kombination aus Halogenmetalldampflampen und Leuchtstoffröhren gemacht.
Über die Wintermonate sollte P. thalassinus für 2-3 Monate kühler gehalten werden.

-Ernährung-
Petrosaurus thalassinus ist omnivor. Neben diversen Insekten wird von den Tiere auch Grünfutter angenommen. Besonders beliebt sind hierbei, wie bei vielen anderen herbivoren und omnivoren Echsen, die gelben Blüten des Löwenzahn.

-Nachzucht-
Einige Zeit nach der Überwinterung wirbt das Männchen mit Nicken und Liegestützen um die Gunst des Weibchen. Eine erfolgte Paarung erkennt man an der einsetzenden Trächtigkeitsfärbung der Weibchen. 
Mitunter wird neben einem Gelege im Frühjahr auch im Herbst noch ein Gelege abgesetzt DICKHOFF 2003. Nach einer Inkubationszeit von etwa 60-80 Tagen schlüpfen die Jungtiere.

-Besonderheiten/Anmerkungen-
Bei der Aufzucht ist besonders auf Stressymptome zu achten. Es empfiehlt sich die Tiere in Kleingruppen aufzuziehen. Die kleinen Felsenleguane sind die erste Zeit sehr leicht zu stressen, die Tiere sollten daher so wenig wie möglich gestört werden. [siehe auch DICKHOFF (2003)]
Ist diese sensible Phase jedoch überstanden sind die Tiere sehr ausdauernde, gut zu haltende Pfleglinge und können teilweise auch recht zutraulich werden.
Einen ausführlichen Haltungs und Aufzuchtbericht von J. HAUKE findet man hier

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-Literatur-
BURRÉ, G. (2004): Auf der Suche nach dem Blauen Felsenleguan. Iguana Rundschreiben 17 (1): 25-28.
DICKHOFF, A. (2003): Petrosaurus thalassinus (COPE 1863) - der Blaue Felsenleguan. Reptilia (Münster) 8 (3): 72-79.


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