-Eine kurze Anleitung zum Bau eines Styroporterrariums für Halsbandleguane. Wer die Baudokumentation in ausführlicher Form nachlesen will kann das in der IGUANA 2/2008 tun-




-Vorüberlegungen-
Es sollte ein Terrarium für Halsbandleguane gebaut werden. Das Becken sollte 160*70*65 cm groß werden und als Felsterraium gestaltet werden. Das Grundgerüst des Beckens sollte aus Styropor und Holz bestehen.


Skizze des Aufbaus


-Material und Rohbau-
Die Bodenplatte besteht aus Holz, die Seitenwände aus Styropor wurden mit Silikon auf den Boden aufgeklebt. Die Bodenplatte wurde ebenfalls mit Styropor beklebt um ihn später ebenfalls als Felslandschaft gestalten zu können. Als Deckel werden später dünne Holzplatten aufgeklebt, zwei Holzlatten wurden daher quer über die gesamte Länge des Terrariums in entsprechende Auschnitte im Styropor  eingeklebt. An ihnen wird später die Beleuchtung befestigt.
Für die Front wurde ein Rahmen aus Holzlatten und Tischlerplatte erstellt.
In die untere Blende wurden 4 runde Möbellüfter eingearbeitet. Im hinteren Teil des Deckels wurden 2 Lüftungsöffnungen von ca. 40x15 cm ausgeschnitten und mit Metallgaze bespannt. Die Front wurde nach der Gestaltung der Rückwand mit der Bodenplatte verschraubt und mit Acryl verklebt. Acryl hat hier gegenüber Silikon den Vorteil dass es Farbe annimmt und die Übergänge vom Holz zu den Styroporwänden durch überstreichen mit der Versiegelung farblich an die Rückwand angepasst werden können. Die Holzteile der Front wurden vor dem Verbau weiß lackiert.


Terrarienrohbau mit benötigtem Werkzeug


-Rückwandgestaltung-

Nahezu der komplette Boden  sowie die Rück- und Seitenwände sollten mit einem künstlichen Felsaufbau versehen werden. Hierzu wurden aus Styropor Ablagen, künstliche Steinplatten und Strukturelemente geformt welche an den Wänden und am Boden mit Silikon festgeklebt wurden. Eine große Kunststoffschale (Katzenklo), ca. 55x35x13 cm (LBH) wurde in der rechten Ecke als Eiablagestelle eingeklebt und teilweise mit Styropor verkleidet. Eine zweite kleinere Kunststoffschale wurde als Versteckmöglichkeit eingebracht. Die restliche Rückwand wurde dann mit PU-Schaum ausgeschäumt. Der PU-Schaum wurde nach dem Trocknen dann mit einem Cuttermesser zurechtgeschnitten.

verschiedene Bauabschnitte im Überblick

Das Styropor wurde anschließend noch kurz mit einem Heißluftfön angeschmolzen, da der Fliesenkleber dann besser haftet. Nun wurde das Terrarium mit einigen Schichten flexiblem Fliesenkleber bestrichen.

Rückwand mit Flexkleber beschichtet

Zur Versiegleung benutzte ich ein Gemisch aus wasserfestem Holzleim, Abtönfarbe und Sand ( Mischungsverhältnis ca. 2:2:1).
Mit Abtönfarbe wurden anschließend noch ein paar farbliche Akzente gesetzt.

farbliche Gestaltung der Rückwand


-Eingesetzte Technik und Erfahrungen in der Praxis-

Nach der Fertigstellung der Rückwand wurden die Holzelemente des Deckels sowie die Front angebracht. Zwei E-Profile, auf der oberen und unteren Blende mit Silikon festgeklebt, nehmen die 4mm starken Schiebescheiben auf.
Als Einrichtungsgegenstände verwende ich einige Wurzeln, Hölzer, Rindenstücke und Steinplatten. Die Ablagekiste wurde mit einem Sand-, Erde-, Lehmgemisch aufgefüllt. Zudem wurde noch ein Exemplar einer Agave filifera mitsamt Topf eingesetzt. Als Bodengrund des übrigen Beckens dient ein wenig roter Sand und etwas Taubengrit
Als Beleuchtung kommen T5 Röhren und HCI bzw. CDM-R Strahler zum Einsatz.


fertiges Terrarium

-Update-
Inzwischen wird das Terrarium nach kleineren Veränderungen für die Haltung von Uromastyx ornata benutzt.


Terrarium nach Umgestaltung


Auch andere Terrarien und Rückwände werden und wurden in ähnlicher Weise von mir gebaut.


Felsterrarium


Terrarium mit Kork/Felsrückwand


großes Felsterrarium
 
 



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